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Kirchengemeinden

Die Geschichte des Friedhofes ist eng verbunden mit der wechselvollen Geschichte der Kirchengemeinde Blankenese. Bis ins 19. Jhd. gehörte Blankenese zum Kirchspiel Nienstedten, 1858 wurde der „Gemeindebezirk Blankenese“ abgetrennt mit den Gemeinden Blankenese, Sülldorf und Rissen, wenig später kamen Dockenhuden und Schenefeld dazu.

1902 wurde dieser „Gemeindebezirk“ dann zum selbstständigen „Kirchspiel Blankenese“, das dann im gleichen Jahr den Friedhof auf dem Gebiet der Gemeinde Sülldorf einrichtete.

Jahre später löste sich das Kirchspiel Blankenese wieder auf, die angeschlossenen Gemeinden wurden selbstständig. Der Friedhof ging in das Eigentum der Kirchengemeinde Blankenese über. Doch auch heute noch beerdigen die ehemaligen Kirchspielgemeinden hier ihre Verstorbenen.

Die Friedhofskapelle

Die Absicht, eine Friedhofskapelle zu bauen, war wohl schon von Anfang an da. Die Umsetzung ließ aber auf sich warten, denn die Kirchenleute kamen nicht so recht in Gang. Erst 1926 konnte das Projekt realisiert werden. Entstanden ist ein wunderschöner Bau der sogenannten Reformarchitektur, wie sie in den 20er Jahren des vorherigen Jahrhunderts im Hamburger Raum oft zu finden ist.

Mit ihren schönen Ornamentkeramiken außen, den bunten Fenstern und dem parabelförmigen Innenraum hebt die Kapelle sich stark von den üblichen Sakralbauten auf Friedhöfen ab. Die Kapelle auf dem Friedhof Blankenese sollte nicht nur für Trauerfeiern genutzt werden, sondern diente den Mitgliedern der Kirchengemeinde Sülldorf auch als Gottesdienstraum. Diese beiden Zweckbestimmungen veranlassten den Architekten F. Winkelmann dazu, einen Abschieds- und Feierraum zu schaffen, „der nur eines will: der Andacht dienen.“